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Die Änderungen am Regelwerk sind für den Wettbewerb 2010-2012 geringfügig. Zuvor hatte es allerdings erhebliche Diskussionen gegeben. Es gab einen Vorschlag, von den 10 Schützen einer Mannschaft 5 aufgelegt schießen zu lassen. Dies wurde auf einer Schießwarte-Versammlung zunächst beschlossen, kurzfristig aber wieder revidiert, weil die Schützen der Vereine gegen den Vorschlag Einspruch erhoben hatten. Hintergrund des Vorschlages war, dass einige Vereine Probleme haben, in einem Jahr bei zwei Schießen 10 Schützen zusammen zu bekommen. Mit Hilfe einiger älterer Schützen, die nur noch aufgelegt schießen wollen, sollten die Mannschaften "aufgefüllt" werden. Als Kompromiss für diese Vereine wurde beschlossen, dass bei einem Schießen die besten fünf Ergebnisse das Mannschaftsergebnis bilden. Jeder Verein hat zweimal "Heimrecht" und muss zweimal einen anderen Verein besuchen. Am 10. Oktober 2010 besuchten uns die Nachbarn aus Horst & Wessel, am 20. März 2011 gab es ein Treffen auf deren "Schützentreff" am Waterfohr. Am 16. Oktober 2011 besuchten wir die Schützen aus der Lütkeheide, am 26. Februar 2012 kamen diese zu uns.
Um ein Vergleichsschießen handelt es sich hierbei nicht. Wir möchten bei allem Spaß mehr Ringe erzielen als die anderen Vereine, so viel Ehrgeiz muss schon sein. Aber grundsätzlich ist es irrelevant, ob wir während eines Schießens mehr Ringe als der andere Verein haben. Bei jedem Schießen schießen für einen Verein bis zu 10 Schützen, die Ergebnisse der besten 5 Schützen bilden das Mannschaftsergebnis. Jeder Verein schießt also innerhalb der zwei Jahre viermal; die Summe der vier Ergebnisse ergibt das Gesamtergebnis. Die Wertung aller Schießen eines kompletten Durchgang findet zentral mit einer Wertungsmaschine statt, meistens im "Heidekrug" in der Lütkeheide. Und so erfährt der Schütze erst einige Wochen nach dem Schießen sein "amtliches Endergebnis".
Die feierliche Siegerehrung findet am 14. April 2012 im Kolpingsaal statt. Beginn der Veranstaltung ist um 19:00 Uhr. 10.10.2010: Stockum - Horst & WesselBeim ersten Schießen besuchten uns die Nachbarn aus dem Norden. Fast auf den Tag fünf Jahre zuvor, am 09.10.2005, schossen die Horster und Wesseler bei uns im Gildepokal. Damals gewannen sie mit 588:577 Ringen. Beste Stockumer Schützen waren Bernd Hüsemann (99) und Torsten Lengsfeld (98). Ein halbes Jahr später waren die Horster Gildepokal-Sieger. Am 10.10.10 um 10:10 Uhr traten wir mit der bis dahin jüngsten Gildemannschaft aller Zeiten an. Gleich sechs der zehn Stockumer Gildeschützen waren Teilnehmer der Jugendschießgruppe. Dass es mit "Gilde-Neuling" der 16-jährige Peter Vorbeck mit 96,6 Ringen nur einer in die Wertung geschafft hat, war zum Einen dem Pech der anderen Jugendichen, zum Anderen der guten Form der "Älteren" zuzuschreiben. Christoph Frie und Dennis Vogt schossen ebenfalls zum ersten Mal, für Alexander Benning und Philip Gräser war es das zweite Schießen, lediglich Rebekka Vorbeck hatte bereits im Wettbewerb 2008-2010 alle vier Schießen mitgemacht. Wir konnten dem Titelverteidiger Paroli bieten: Die Auswertung am 07.11.2010 ergab, das das Vergleichsschießen mit 497,9:499,7 Ringen denkbar knapp ausging. Das Ergebnis für unsere Mannschaft ist schlichtweg phantastisch. Insbesondere natürlich die 103,3 Ringe von Jörg Niemietz dürfte so ziemlich das beste Ergebnis sein, das im Gildepokal bislang seit der Einführung der 10tel-Wertung erzielt worden ist. Das Ergebnis war Platz 2 für Stockum in der Wertung des ersten Durchgangs.
Die Ergebnisse der Vereine im ersten Durchgang:
20.03.2011: Horst & Wessel - Stockum9 Schützen ließen sich trotz des Fehlens irgendeiner Unterstützung des Vereins seitens von Königspaar, Vorstand oder Offizieren nicht dazu verleiten, ein akzeptables Ergebnis zu erreichen. Wir haben bei unseren Nachbarn geschossen! Was bei einem Verein, bei dem das Schießen in das Vereinsleben integriert ist, beim Schießen gegen einen Nachbarverein los ist, machte traurig. Bester Stockumer war Bernd Hüsemann mit 100,2 Ringen, unser Gesamtergebnis betrug 481,2 Ringe. Bemerkenswert außerdem: der bislang jüngste Gildeschütze aller Zeiten heißt seit dem 20.03.2011 David Vorbeck (13 Jahre). Seine 88 Ringe sind für ihn ein tolles Ergebnis. Interessant auch: der Schießwart kam nicht in die Wertung, obwohl er ganz 0,8 Ringe schlechter als der zweitbeste Stockumer war. Insgesamt reichte es in der Wertung des zweiten Durchgangs zu Platz 7; in der Gesamtwertung wurde ging es lediglich einen Platz von 2 auf 3 herunter. Horst&Wessel schaffte übrigens mit einem Durchschnitt von 101,52 Ringen das bislang beste Ergebnis im Gildepokal seit der Einführung der 10tel-Wertung.
Die Ergebnisse der Vereine im zweiten Durchgang:
16.10.2011: Lütkeheide - StockumBeim dritten Schießen ging es zum Heidekrug an der Lohstraße gegen die Schützen aus der Lütkeheide. Hier konnten wir uns recht zufriedenstellend "verkaufen". Den direkten Vergleich mit dem Gastgeber konnten wir mit 491,8:479,8 für uns entscheiden. Bester Schütze war einmal mehr Bernd Hüsemann mit 100,6 Ringen - allerdings nur knapp vor Rebekka Vorbeck, die mit 100,4 Ringen den "Vorbeck'schen Familienwettkampf" knapp vor ihrem Vater für sich entschied. In der Gesamtwertung konnten wir uns damit - trotz eines Auswärtsschießens - wieder auf den zweiten Platz vorschieben.
Die Ergebnisse der Vereine im dritten Durchgang:
26.02.2012: Stockum - LütkeheideBeim letzten Schießen des Wettbewerbs 2010/12 kamen eine Woche nach Karneval die Lütkeheide-Schützen nach Stockum. Hier konnten neben Torsten Lengsfeld, in diesem Schießen bester Stockumer, und Bernd Hüsemann Dennis Vogt und Rebekka Vorbeck ein Ausrufezeichen setzen. Stockum hat diesen Durchgang mit 493,1:490,2 Ringen gewonnen und das viertbeste Mannschaftsergebnis des vierten Durchgtangs erreicht. In der Endauswertung ging es trotz dieses guten Ergebnisses auf Platz 3 herunter; die 0,2 Ringe Vorsprung vor den Baaken-Schützen reichten leider nicht.
Die Ergebnisse der Vereine im vierten Durchgang:
Die Gesamtwertung des Wettbewerbs 2010-2012:
Damit steht der Schützenverein Stockum zum ersten Mal in der Geschichte des Gildepokals auf dem "Treppechen"; der dritte Platz - mit der jüngsten Gildepokal-Mannschaft aller Zeiten - ist ein hervorragendes Ergebnis.
Es ist ja nicht so, dass ich nicht noch mit weiteren Tabellen strunzen kann. Hier die vereinsinterne Rangliste:
... und das Ganze noch einmal nach Durchschnitt sortiert:
Bernd Hüsemann war mit 400,4 Ringen bester Stockumer Schütze. In der Tabelle aller Gildeschützen belegt er damit Platz 3 - hinter Georg Fleige (Horst&Wessel, 402,6 Ringe) und Hubertus Hols (Langern, 402,3). |
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